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Schouten schlug ausgehend von Békésy, ein Modell vor, das die Analysefähigkeit des Ohres mit einer elektrischen Analogie vergleicht.
Als erste Stufe seines Modells nahm er eine Kette von Bandpassfiltern. Diese Filter haben von tiefen zu hohen Freqeunzen eine zunehmende Bandbreite, entsprechend der Frequenzauflösung der Basilarmebran.
Die zweite Stufe von Schouten's Modell besteht aus dem, was Schouten einen ,,neuronalen Übertragungsmechanismus`` nennt. Dieser Mechanismus funktioniert so, daß die zeitliche Feinstruktur einer Wellenform im Ausgang jedes Filters erster Stufe im zeitlichen Muster der Nervenfasern erhalten bleibt und somit an höhere Verarbeitungszentren weitergeleitet wird. Es ist besonders wichtig, daß die Position der Maxima in der Feinstruktur erhalten bleibt, zumal Schouten vorhersagte, daß die Tonhöhe durch die zeitliche Distanz zwischen diesen Maxima festgelegt ist.
Nach Schoutens Modell kann ein Hörer die unteren Frequenzen eines komplexen Klanges aufgrund der Bandbreite der Filter auflösen, während höhrere Frequenzen nicht voneinander getrennt werden können.
Die Bandbreiten der Filter überlappen sich gegenseitig, so daß die Frequenzen miteinander wechselwirken können.
Schouten schlug vor, daß die hohen Frequenzen zusammen verarbeitet werden, um so den Eindruck von einer fehlenden Grundfrequenz zu erzeugen, die er ,,Residuum`` nannte. Das Residuum soll dabei eine Tonhöhe haben, die der Periodizität der nichtaufgelösten Komponenten entspricht. Präziser sollte die Tonhöhe des Residuums dem Kehrwert zwischen den Maxima in der Wellenform der Ausgabe der hochfrequenten Filter sein.
Schoutens Theorie hatte einen großen Einfluß auf alle folgenden Theorien der Tonhöhenwahrnehmung. Sie kann sowohl das Vorhandensein der fehlenden Grundfrequenz als auch die Tonhöhenverschiebung erklären.
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