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1.2.2 Aufbau der Hörbahn
Nachdem die mechanischen Signale in eine neuronale Aktivität umgesetzt wurden, treten die Signale in die komplexe Struktur der Hörbahn ein. In den verschiedenen Zentren (Kernen) der Hörbahn werden die neuronalen Signale verarbeitet und gelangen schließlich in den auditorischen Cortex, wo sie als Höreindruck bewußt werden.
Die Haarzellen des Basilarmembran sammeln sich im VIII. Nerv, der sie aus dem Ohr herausleitet. Mit dem Eintritt des Nervs in das Gehirn beginnt eine komplexe, parallele Verarbeitung des auditorischen Stimulus. Hierbei bilden die drei Unterkerne des zum Hirnstamm gehörenden Nucleus cochlearis (CN) die erste Verschaltungsstation. Neben dem Nucleus cochlearis wird auch der Olivenkomplex (MSO), der Nucleus lemniscus lateralis (NLL) und der Colliculus inferior (IC) dem Hirnstamm zugeordnet. Das zum Thalamus gehörende Corpus geniculatum mediale (MGB, medialer Kniekörper) projiziert in die auditorischen Cortexfelder. Diese verwirrende Verschaltung ist schematisch in Abbildung 1.4 gezeigt. Diese Abbildung beruht auf verschiedensten Untersuchungen sowohl elektrophysiologischer wie vor allem anatomischer Art. Viele der gezeichneten Hirnkerne sind auch noch untereinander, rückwärts und mit der kontralateralen Seite quer durch den Schädel verbunden. Diese Verbindungen sind nicht alle eingezeichnet. Über die Funktionen der einzelnen Kerne ist nur wenig bekannt. Außer über den Olivenkomplex, der für die Raumorientierung zuständig ist, gibt es bisher nur wenig Informationen über die Funktionsweise des Systems. Die anatomischen Gegebenheiten sind zwar relativ gut bekannt, aber es gibt kein Konzept darüber, auf welche Art und Weise die komplexe Verarbeitung von der Cochlea bis zum Cortex funktioniert.
KodierungstrategienDie Umsetzung der Schallparameter in seine neuronalen Repräsentationen kann unter anderen über diese Kodierungstrategien erfolgen:
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