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Psychophysikalische Untersuchung von spektralen und zeitlichen Mechanismen des auditorischen Systems anhand harmonischer und unharmonischer Amplitudenmodulationen: relatives und absolutes Gehör

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6.1.4 Die Entwicklung im frühen Gehirn

Nach Heil [40] ist anzunehmen, daß während der Entwicklung im jungen Gehirn zuerst Oszillatoren mit längeren Intervallen auf treten. Bei Gerbils entwickeln sich die Neurone in auditorischen Zentren so, daß zu Beginn Neurone mit hohen ,,besten Modulationsfrequenzen`` (BMFs) entstehen, und erst im weiteren Verlauf der Entwicklung kommen die Neurone mit tieferen BMF hinzu. Dies ist konform mit der Überlegung, daß die Oszillatorintervalle mit der Zeit kürzer werden. Diese Befunde lassen sich auf den Menschen übertragen.
Das relative Gehör kann sich erst dann entwickeln, wenn die kürzeren Oszillationsintervalle zur Verfügung stehen, also erst im späteren Verlauf der Entwicklung. Dies legt die Vermutung nahe, daß (beim Menschen) das relative Gehör erst im Laufe der Entwicklung angelegt wird. Werden Kinder in sehr frühem Alter musikalisch speziell trainiert, werden bis zu 40 % von ihnen Absoluthörer [45].


  
Lehrbuch der Physik, Bd.1, Mechanik, Akustik, Wärmelehre
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