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6.1.2 Arbeitsweise des Absolutmodus
Vergleichen wir die Vorgehensweise der beiden Modi im Modell. In Abbildung 6.1 ist dargestellt, wie die Verarbeitung in beiden Modi vorzustellen ist. Ganz oben ist die Wellenform eines AM-Signals aufgetragen, darunter die gedachte neuronale Verarbeitung. Oben ist die neuronale Verarbeitung eines Relativhörers, also der Relativmodus, gezeigt, unten ist die neuronale Verarbeitung im Absolutmodus gezeigt.
Relativmodus
Betrachten wir die längere Modulationsperiode (also die tiefere Modulationsfrequenz) auf der linken Seite. Der Mechanismus im Relativmodus funktioniert so, wie wir ihn in der Einleitung ausführlich erklärt haben. Das Koinzidenzneuron reagiert bei einem gleichzeitigen Ereignis von einem Vielfachen einer Oszillatorperiode und einem Vielfachen der Trägerperiode, gemessen über den Integrator. Im Falle des Relativmodus reagiert das Koinzidenzneuron also nach der Periodizitätsgleichung
Absolutmodus
Im Absolutmodus ist das Ergebnis substantiell dasselbe wie im Relativmodus, nur daß jetzt der Oszillator nicht mehrfach in einem kurzen Intervall feuert, sondern, vom Trigger angestoßen, mit der Modulationsfrequenz resoniert. Der Oszillator wird nur dann angeworfen, wenn er die gleiche Eigenfrequenz hat, wie die anliegende Modulationsfrequenz. Der Integrator ist in dieser Verarbeitung nicht mehr nötig. In unserem Bild feuert er einfach synchron mit der Modulation. Als Eingang würde auch der Trigger direkt dienen können. Das Koinzidenzneuron spricht auf dieselben Zeiten an wie beim Relativmodus. Im Absolutmodus ist aufgrund der eindeutigen Zuordnung des Oszillators zu einer Modulationsfrequenz eine absolute Bestimmung der Modulationsperiode möglich. Dies ist im Relativmodus ausgeschlossen, weil eine unbestimmte Zahl von Oszillatorperioden mit einem unbestimmten Vielfachen der Trägerperiode gekoppelt wird.
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