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Psychophysikalische Untersuchung von spektralen und zeitlichen Mechanismen des auditorischen Systems anhand harmonischer und unharmonischer Amplitudenmodulationen: relatives und absolutes Gehör

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4.2.2 Absoluthörer

Absoluthörer gewann ich für meine Versuche vor allem durch einen Vortrag von Prof. Langner an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt, durch das Orchester der TH sowie durch Aushänge an der TH, der Musikschule Frankfurt und an der Akademie.

  figure524
Abbildung: Ergebnisse des Absoluthörertests. Die Versuchspersonen mußten die Note zu einem vorgespielten Sinuston nennen. Kreise: Absoluthörerin (Versuchsperson: S.H) Kreuze: Relativhörer (Versuchsperson: G.L). Nach rechts sind die vorgespielten Töne aufgetragen, nach oben die Antwort der Versuchspersonen. Die Absoluthörerin machte nur einen Fehler (beim a), während der Relativhörer ein eher zufälliges Ergebnis produzierte.

Um zu beweisen, daß die Versuchspersonen tatsächlich das absolute Gehör besaßen, mußten sie zuerst einen Test machen. In diesem Absoluthörertest wurden ihnen Sinustöne in einer zufälligen Reihenfolge vorgespielt. Die Versuchspersonen mußten den Tönen die entsprechenden Note zuordnen. Alle Personen, die von sich behaupteten, das absolute Gehör zu besitzen, bestanden diesen Test mit 0-5 Fehlern bei 36 Tönen.
Diese Aufgabe ist nur von Absoluthörern zu meistern. In Abbildung 4.2 sind zum Vergleich die Ergebnisse eines Absoluthörers (Kreise) und eines Relativhörers (Kreuze) in diesem Experiment gezeigt. Wie deutlich wird, macht der Absoluthörer praktisch keinen Fehler. Er braucht auch keine nennenswerte Zeit, um eine Antwort zu geben. Im Gegensatz hierzu steht das Ergebnis des Relativhörer, der trotz musikalischen Trainings keine Chance hat und praktisch ein zufälliges Ergebnis produziert.

Um die Güte eines absoluten Gehörs zu quantifizieren, kann man sich eine Funktion überlegen, mit der zwischen Relativhörern und Absoluthörern sowie zwischen der Güte verschiedender Absoluthörer unterscheiden kann:


equation531
wobei die Töne (ohne Beschränkung der Allgemeinheit) aus einer Oktave kommen und von 1 bis 12 durchnumeriert sind. In diese Formel geht nicht nur die Zahl der Fehler ein, sondern auch die Größe der Abweichung.
Damit erhält man eine Zahl zwischen Null (rein statistisches Ergebnis) und Eins (kein Fehler). Meine AP erreichten Werte zwischen 0.9 (9 von 36 mal einen Ton daneben) und 1 (kein Fehler (!)).

Diesen Test mit einem Relativhörer durchzuführen, ist im Prinzip nutzlos, weil ihm elementar die Möglichkeit der Beurteilung fehlt. Im Gegensatz dazu empfinden Absoluthörer die Aufgabe als sehr einfach. In der Tat brauchte keine der Versuchspersonen nennenswert Zeit, um die Tonhöhe der vorgespielten Töne zu erkennen. Für einen Absoluthörer ist diese Aufgabe offenbar etwa so schwer, als würde man ihn nach einer Farbe fragen, die er sieht.

Bemerkenswert ist, daß als Testsignale reine Sinustöne verwendet wurden. Diese Töne sind von der Klangfarbe sehr monoton und nicht zu vergleichen mit einem Musikinstrument. Alle meine absoluthörenden Versuchspersonen waren zwar Musiker, aber kaum einer von ihnen hatte zuvor (bewußt) einen Sinuston vernommen. Die These, daß das absolute Gehör ein reines Gedächtnisphänomen ist, ist hiermit schon in Frage gestellt, weil die Versuchspersonen solche Töne nicht kannten.


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Die Glasmalerei: Teil 1. Die Technik der Glasmalerei
von Heinrich Oidtmann
Siehe auch:
Faszination Glas: Ein Arbeitsbuch für Glass Fu...
Heiliges Licht: Mittelalterliche Glasfenster in...
Werkstattbuch Tiffany: Werkzeuge - Materialien...
Handbuch der Glas- Malerei
Glasmalereien aus acht Jahrhunderten
Historische Glasmalerei
 
   
 
     

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