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3.4.3 Experimente mit kurzen TönenAlle Versuchspersonen bekamen 15 amplitudenmodulierte Töne vorgespielt, die nur in der Tondauer voneinander abwichen. Die Töne hatten eine Lautstärke von 40dB SPL, die Modulationsfrequenz betrug 250Hz, die Trägerfrequenz 1250Hz. Der Ton war also harmonisch und bestand aus dem vierten, fünften und sechsten harmonischen Oberton der Modulationsfrequenz. Dieser Bereich von Obertönen wird im allgemeinen als der wichtigste für die Erkennung der Grundfrequenz angesehen [56]. Er sollte also besonders gut zu erkennen sein.
An diesen kurzen Ton sollten die Versuchspersonen nun mit Hilfe der Tastatur einen Vergleichston in der Tonhöhe anpassen, der 500ms lang war. Dieser Vergleichston bestand aus einer harmonischen AM, mit einer variablen Modulationsfrequenz, die wieder aus dem vierten, fünften und sechsten harmonischen Oberton zusammengesetzt war. Die Versuchspersonen hatten Kontrolle über die Grundfrequenz des Klanges, die Obertöne wurden aus den erwähnten Obertönen konstruiert und dann als Klang errechnet. Im Idealfall wichen die beiden Töne nur durch ihre Länge voneinander ab. Aufgrund vorangegangener Experimente war bekannt, daß die Grenze der Erkennung solcher Töne, von der Person abhängend, bei ungefähr 6-8ms liegt. Da in diesem Bereich die größten Effekte zu erwarten waren, wählten wir die Töne sehr kurz und ihre Länge logarithmisch anwachsend. Ab ungefähr 15ms ist die Erkennung solcher Töne nicht mehr schwierig und erfolgt meistens nur noch mit kleinem Fehler. Die Versuchspersonen hatten, nachdem sie die beiden Töne in Übereinstimmung gebracht hatten, die Möglichkeit zu sagen, für wie gut sie ihre Einstellung hielten. Dabei hatten sie die Wahl zwischen ,,3`` für eine gute Einstellung, ,,2`` für eine normale Güte und eine ,,1``, wenn sie gar nicht einstellen konnten. Die sehr kurzen Töne waren für einige Versuchspersonen von einem Klick nicht mehr zu unterscheiden, so daß sie zumindest diesen Ton mit einer ,,1`` kennzeichneten.
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