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Psychophysikalische Untersuchung von spektralen und zeitlichen Mechanismen des auditorischen Systems anhand harmonischer und unharmonischer Amplitudenmodulationen: relatives und absolutes Gehör

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1.3.2 Physikalische Grundlagen der Tonhöhenwahrnehmung

Schall ist als die Folge von Luftdruckschwankungen einer bestimmten Amplitude und Frequenz definiert. Das menschliche Ohr kann Frequenzen zwischen 20Hz und 20kHz wahrnehmen In Abbildung 1.5 ist die typische Hörkurve eines Menschen aufgetragen. Auf der x-Achse sind die logarithmierten Frequenzen aufgetragen, auf der y-Achse die Bereiche der Hörschwelle (nach unten) und die Schmerzgrenze (nach oben). Wie zu sehen ist, hat der Mensch ein Maximum der Hörwahrnehmung bei 4kHz. Nicht alle Frequenzen aus diesem großen Bereich haben im täglich Leben Bedeutung. Der schraffierte Bereich in der Mitte entspricht dem Bereich, in dem die Frequenzen und Lautstärken vorkommen, die hauptsächlich in der Sprache gebraucht werden. Der größere schraffierte Bereich stellt den Bereich der durch die Musik genutzten Freqenzen dar.

 figure125

Abbildung: Hörkurve eines Menschen. Der schraffierte Bereich stellt den Bereich der in der menschlichen Sprache verwendeten Frequenzen dar, der äußere schraffierte Bereich den Berich, der für die Musik verwendet wird.

Die Auslenkung einer einfachen reinen periodischen Schwingung, also eines reinen Tons, ist darstellbar als
equation131
wobei tex2html_wrap_inline3435 die Kreisfrequenz tex2html_wrap_inline3437 ist. Bei mehreren Frequenzen (Klängen)enspricht dies:
equation135

Dies läßt sich spektral zerlegen in


equation155
wobei tex2html_wrap_inline3447 und tex2html_wrap_inline3449 die Fourierkoeffizienten sind. Wichtige Klänge für die Sprache und die Tonhöhenwahrnehmung sind fast immer harmonisch. Harmonisch bedeutet, daß sie aus einem Grundton und einem oder mehrerer Obertönen bestehen. Die Obertöne sind immer ganzzahlige Vielfache der Grundfrequenz. Musikalisch gehört, liegen die Obertöne in einer Obertonreihe, also in einer Oktave, Quinte, Quart etc. zum Grundton. Die Zahl und Amplitude der einzelnen Obertöne bestimmen die Klangfarbe des Klanges.



  
Musikalische Akustik: Ein Handbuch
von Donald E. Hall,
Johannes Goebel
Siehe auch:
Physikalische und psychoakustische Grundlage...
Musik im Kopf: Hören, Musizieren, Verstehen u...
Die Audio-Enzyklopädie: Ein Nachschlagewerk...
Harmonielehre im Selbststudium
Musikwissenschaftliches Arbeiten. Hilfs...
Gehörbildung im Selbststudium
 
   
 
     

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